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Tips für den Einrahmer
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Die
Bilderöse schnell anbringen
Wie
zeige ich die Musterecken, wenn der Druck gerollt war und nicht flach
liegt
Damit
das Papier auf der Rahmenrückseite gut gespannt ist
Fertigrahmen
in Regale ordnen
Das
Bild haftet am Glas
Ein
Kratzer auf dem Glas
Eine
Ecke des Glases ist abgebrochen
Wie
wird ein Puzzle geleimt
Wie
werden Bilder verpackt
Schnelles
Trocknen
Es
werden Portraits ausgeführt
Wie
werden Leistenpakete ausgepackt
Das
Reinigen des Glases
Das
zu schneidende Glas messen
Photokopie
Warten
Sie nicht zu lange
Maßstandardisierung
Das
Fotoalbum des Einrahmer
Gemälde
auf Glas
Übertragbare
Dekorationen
Fehler
im Passepartout
Probleme
beim Heften der Rahmen
Die Bilderöse schnell
anbringen - (Seitenanfang)
Ein schnelles System, um die Bilderöse anzubringen ist, sie mit einem
pneumatischen Klammergerät anzuschießen. Es ist nicht notwendig, die
Löcher der Öse zu treffen.

Wichtig ist, ziemliche große Klammern zu
verwenden, die die Kraft haben, die Lappe der Bilderöse zu
perforieren.
Wie zeige ich die
Musterecken, wenn der Druck gerollt war und nicht flach liegt
- (Seitenanfang)
Befestigen Sie am Rande Ihres Geschäftstisches
eine Glasscheibe (auch Kunstglas), die Sie an einer Seite aufheben können.
Legen Sie den Druck darunter. Jetzt können Sie die Beratung mit Hilfe
von Passepartout- und Leistenmusterecken beginnen. Dieses System hat
auch den Vorteil, daß der Kunde direkt eine Idee vom eingerahmten
Bild mit Glas bekommt.
Damit das Papier auf der
Rahmenrückseite gut gespannt ist - (Seitenanfang)
Damit das fertige Bild insgesamt einen guten Anschein hat, muß das
Schutzpapier auf der Rückseite gut gespannt sein.
Bevor wir das Papier anbringen, werden wir es also mit einem Schwamm
befeuchten und warten, bis es sich ausgedehnt hat.

An dieser Stelle
werden die Rahmenschenkel mit einem Vinilklebstoff bestrichen und das
Papier angebracht. Beim Trocknen wird sich das Papier zurückziehen
und vollkommen glatt sein. Überschüsse können mit einem Messer
entfernt werden.
Ein beinah gleiches Resultat erhält man, wenn das Papier nach dem
Aufkleben befeuchtet wird.
Fertigrahmen in Regale
ordnen - (Seitenanfang)
Ein Tip für Einrahmer, die immer eine Anzahl von Fertigrahmen in den
Standardmaßen bereit halten möchten: die Wandregale. Hängen Sie die
kleinen Rahmen in den großen auf, das ist platzsparend. Die Rahmen
werden nicht beschädigt, weil sie nicht aufeinanderliegen sondern
frei hängen.

Für kleine Rahmen empfehlen wir, Haken zu verwenden,
die Sie in jedem Eisenwarengeschäft finden und an einer
Hartfasertafel angebracht werden können.
Für größere Rahmen empfehlen wir ein doppelseitiges Regal mit L-förmigen
Aluminiumarmen.
Das Bild haftet am Glas
- (Seitenanfang)
Das Bild kann durch Erwärmen gelöst werden. Halten Sie das Glas
horizontal an einer Wärmequelle (Heizung). Nach einigen Minuten
schmilzt die Farbe des Druckes und man kann den Druck vorsichtig vom
Glas lösen. Das ist eine Möglichkeit. Wir empfehlen allerdings
folgende Lösung: stellen Sie die Glasscheibe mit dem Druck nach unten
auf zwei Holzstücken (an den Seiten). Erwärmen Sie die Glasscheibe
von oben mit dem Phön oder einem Feuerzeug bis der Druck sich ablöst
und auf dem Tisch herabsetzt.
Bei Photos geht man wie folgt vor: Tauchen Sie die Glasscheibe mit dem
Photo nach oben in einem Behälter mit Wasser. Nach einigen Stunden löst
sich das Photo von selbst. Lassen Sie das Photo mit dem Kopf nach
unten vollkommen trocknen. Fassen Sie das Photo bis zum endgültigen
Trocknen nicht an.
Ein Kratzer auf dem Glas
- (Seitenanfang)
Ein Kratzer ist weniger sichtbar, wenn er auf der Innenseite des
Glases und nah am Bild ist. Er ist noch weniger sichtbar, wenn er auf
einer beweglichen Stelle des Bildes ist und sich mit dem Motiv
vermischt.
Eine Ecke des Glases ist
abgebrochen - (Seitenanfang)
Die abgebrochene Ecke muß unten im Bild positioniert werden. Wenn das
Bild hängt, wird sich die Glasscheibe nach unten verschieben und die
abgebrochene Ecke im Rahmen versteckt bleiben.
Wie wird ein Puzzle
geleimt - (Seitenanfang)
Wir lassen den Puzzle vorsichtig auf einen Karton gleiten. Wir
bedecken ihn dann mit einem anderen Karton. Mit Hilfe einer zweiten
Person stellen wir den somit erhaltenen Sandwich auf den Kopf. Wir
entfernen den Karton, der oben ist, bestreichen ihn mit Klebstoff und
kleben ihn auf dem Puzzle. Wenn der Karton vorher auf Maß
zugeschnitten worden ist, muß man aufpassen, daß die vier Seiten übereinstimmen.
Wenn das nicht geschehen ist, brauchen nur zwei Seiten zu übereinstimmen.
Die beiden anderen Seiten werden nach dem Leimen zugeschnitten. Beim
Trocknen muß ein Gegenstand auf dem Puzzle gestellt werden, der Druck
ausübt.
Wie werden Bilder
verpackt - (Seitenanfang)
Bei Abholung müssen die eingerahmten Bilder dem Kunden gezeigt werden.
Wir müssen also die Verpackung öffnen und danach wieder schließen.
Hierzu einige Tips:
Damit das Verpackungspapier nicht beschädigt wird, werden wir nur ein
kleines Stück Klebstreifen verwenden.
Das Bild muß so eingepackt werden, daß beim Öffnen sofort die
Vorderseite des Bildes sichtbar ist. Wenn wir zwei Bilder im gleichen
Papier einpacken, müssen sie, damit sie nicht beschädigt werden, Rücken
an Rücken einpackt werden. Wir werden das erste Bild nehmen und zur
Seite legen und das zweite Bild umdrehen und dem Kunden zeigen. Wir
empfehlen, nie mehr als zwei Bilder zusammen einzupacken.
Schnelles Trocknen
- (Seitenanfang)
Es ist falsch, Gemälde an einer Wärmequelle zu legen, damit sie
schneller trocknen. Gemälde sollten in einem kühlen und gut durchlüftetes
Lokal trocknen.
Es werden Portraits
ausgeführt - (Seitenanfang)
Wenn Sie mit einem Maler zusammenarbeiten, der Portraits ausführt,
bitten Sie ihn, ein Portrait von einer bekannten Persönlichkeit auszuführen.
Stellen Sie das Bild im Laden aus mit der Schrift: “Maler führt
Portraits aus”.
Wie werden Leistenpakete
ausgepackt - (Seitenanfang)
Der Leistenhersteller umhüllt die Leistepakete mit Papier, das von
einem Ende zum anderen um den Leistenbündel umwickelt wird. Um die
Leisten auszupacken, muß der Einrahmer den umgekehrten Vorgang durchführen,
d.h. mit dem Auspacken dort anfangen, wo man mit dem Einpacken beendet
hat. Das Papier muß dabei in der umgekehrten Richtung gerollt werden.
Das Reinigen des Glases
- (Seitenanfang)
Nachdem Sie die Scheibe auf einer Seite gereinigt haben, muß sie
umgedreht werden, um die andere Seite zu reinigen. Sehr oft wird die
saubere Seite beim auflegen wieder schmutzig. Benutzen Sie für die
Glasreinigung eine Unterlage, die auf vier Ecken mit Holzwürfeln
versehen ist und worauf Sie die Glasscheibe aufstellen können. Auf
diese Weise kommt das Glas mit der Tischfläche nicht in Berührung.
Die Unterlage sollte schwarz sein, damit die Flecken besser sichtbar
sind.
Das zu schneidende Glas
messen - (Seitenanfang)
Man kann ein Bandmaß auf Filz (oder einem anderen weichen Material)
befestigen, der den Glasschneidetisch bedeckt. Der Nullpunkt ist an
einer Haltevorrichtung am äußeren Tischende. Wenn man die
Glasscheiben an die Haltevorrichtung anlehnt, ergibt sich automatisch
die Bemaßung, die an dem darunterstehenden Bandmaß ablesbar ist. Auf
diese Weise vermeidet man, bei jedem Schnitt auf dem Glas Zeichen
anbringen zu müssen. Das Bandmaß kann mit aus einer Heftpistole
geschossenen Klammern befestigt werden.
Eine noch bessere Lösung wäre die, für das Metermaß einen eigenen
Sitz zu schaffen, indem man im Filz einen Kanal von 2 cm Breite
ausspart (das ist die Breite des Bandmaßes). In diesen Kanal wird das
Metermaß eingelassen und auf diese Weise wird auch das Risiko
vermieden, daß es zu einer Reibung zwischen Glas und Metermaß oder
Heftklammern kommt.
Photokopie
- (Seitenanfang)
Bisweilen verlangt der Kunde, daß sowohl die Vorder- als auch die Rückseite
des Bildes sichtbar sind. Eine erste Lösung kann darin bestehen, das
Bild doppelglasig zu rahmen. Das bringt allerdings einige Probleme mit
sich: vor allem das, das Bild umdrehen zu müssen, um die Rückseite
zu sehen. In einigen Fällen erhält man eine bessere Lösung, wenn
man eine Photokopie der Rückseite macht und dann Vorder- und Rückseite
nebeneinander einrahmt. In diesem Fall hat der Betrachter eine
unmittelbare Vision von beiden Seiten, auch wenn eine offensichtlich
nicht das Original ist.
Um so zu verfahren, benötigt man natürlich die Zustimmung des Kunden.
Diese Lösung ist ratsam, insbesondere im Fall, in dem die Rückseite
(die photokopiert wird) aus einem schwarz-weiß Subjekt besteht (die Rückseite
eines Druckes, eine Echtheitsbestätigung, eine Widmung, Bleistift-
oder Federskizzen usw.). In diesem Fall ist die Photokopie praktisch
gleich dem Original. Eine Anmerkung auf dem Passepartout (oder auf der
Rückseite des Rahmens) könnte erklären, daß es sich um eine
Photokopie handelt, und daß das Original sich auf der Bildrückseite
befindet.
Warten Sie nicht zu lange
- (Seitenanfang)
Erinnern Sie sich daran, daß der mit dem Glasschneider gemachte
Einschnitt danach tendiert, nach einigen Minuten zu "vernarben".
Warten Sie daher nicht zu lange, um das Glas nach dem Einschneiden zu
brechen. Es könnte dann nämlich nur mit großer Schwierigkeit oder
gar nicht brechen.
Maßstandardisierung
- (Seitenanfang)
Wenn wir die Maße der Rahmen standardisieren könnten, würden wir
erhebliche Zeit- und Materialkosten sparen. Wird die Einrahmung mit
Passepartout durchgeführt, können wir zum Beispiel mit der Breite
des Passepartouts spielen, um ein Standardmaß zu bekommen.
Wir könnten Glas in den meistgebrauchten Standardgrößen
vorschneiden: 30x40, 35x50, 40x50, 50x70 usw. Der Serienschnitt kann
viel schneller durchgeführt werden und schließt Ausschuß praktisch
aus. Glaskisten könnten in Standardbreiten bezogen werden: cm 40, 50,
60, 70 cm usw. Bei der Anlieferung würde dann nach präzisem
Schnittschema der Serienschnitt durchgeführt werden. Die
geschnittenen Glasscheiben müßten ordnungsgemäß gelagert werden,
damit sie bei Bedarf leicht zu entnehmen sind.
Vorgeschnittene Scheiben können auch bei etwas kleineren Maßen
gebraucht werden. Wenn wir z.B. eine Scheibe mit den Maßen 30x39 benötigen,
werden wir aus der Scheibe, die 30x40 cm groß ist, 1 cm wegschneiden,
anstatt eine neue Scheibe einzuschneiden. Auch graue Pappe oder andere
Rahmenbestandteile können mit erheblichem Vorteil vorgeschnitten
werden. Die vorgeschnittene Pappe kann neben der Scheiben aufgelagert
werden, damit bei der Bild-Montage beides auf einmal entnommen werden
kann.
Das Fotoalbum des
Einrahmers - (Seitenanfang)
Es kommt manchmal vor, daß wir besondere und "kreative"
Einrahmungen ausführen müssen, auf denen wir besonders stolz sind
und von denen wir gerne ein Andenken behalten würden. Wir empfehlen,
ein Foto von dem Rahmen zu knipsen, bevor er dem Kunden ausgehändigt
wird. Diese Fotos könnten in ein Album gesammelt werden, das den
Kunden, als Beweis für unsere Begabung, zur Ansicht bereit gestellt
werden kann.
Gemälde auf Glas
- (Seitenanfang)
Ist Ihnen schon mal vorgekommen, ein Glasgemälde (z.B. Naïfmalerei
aus Yugoslavien), das Ihnen zum einrahmen eingereicht wurde zu brechen?
In diesen Fällen hilft alles nichts. Sie können jedoch solche Schäden
in Zukunft vermeiden. Wenn Ihnen eine Glasmalerei eingereicht wird, überprüfen
Sie vor allem die Stärke des Glases. Je stärker das Glas ist, desto
geringer ist die Bruchgefahr. Stellen Sie fest, ob an den Rändern Riße
vorhanden sind. Diese neigen nämlich dazu, sich auszubreiten. In
diesen Fällen sagen Sie dem Kunden, daß Sie im Falle eines Bruches
keine Verantwortung übernehmen. Je wertvoller das Bild ist, desto
selbstverständlicher wird das.
Bei der Montage wäre es angebracht, die Ränder mit Bedeckungspapier
zu schützen, damit sie mit eventuellen Nägeln nicht in Berührung
kommen.
Übertragbare
Dekorationen - (Seitenanfang)
Übertragbare Dekorationen (Abziehbilder) können vielseitig
eingesetzt werden. Ein Einrahmer ist auf eine sympathische Idee
gekommen; die Dekoration auf dem Rahmen anbringen und nicht auf das
Passepartout. Einige Rahmen eignen sich dafür besser als andere, z.B.
Lackrahmen, furnierte Rahmen, Nußrahmen usw. Dekorationen können
auch auf Glas angebracht werden (am Besten auf die innere Seite). Das
Ergebnis ist bestimmt interessant. Unser Foto gibt eine Dekoration auf
einen doppelglasigen Rahmen wieder.
Fehler im Passepartout
- (Seitenanfang)
Ein Fehler, der häufig vorkommt, ist die Überschneidung der Ecken.
Das kann zwei Ursachen haben.
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Fehler in der
Klingeneinstellung.
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Fehler in der Tarierung der
Maßskalas.
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Beim jedem Wechsel der Kartonstärke darf man
nicht vergessen, sowohl die Tiefe der Klinge, als auch die Maßskalas
einzustellen.
Probleme beim Heften der
Rahmen - (Seitenanfang)
Die Klammern dringen nicht richtig ins Holz ein, ein Teil der Klammer
bleibt draußen. Der Grund dafür ist, daß das Holz zu hart im
Vergleich zum Luftdruck ist. Der Druck müßte der Härte des Holzes
angepaßt sein. Für das Obecheholz, Ajousholz und das Sambaholz ist
ein Druck von 4 Atmosphären ausreichend, für das Raminholz muß der
Druck bei 6 Atmosphären liegen.
Die Klammern legen sich nicht eine über die andere, sondern
nebeneinander.
Man muß beachten, daß die Klammer nur einseitig geschliffen ist, wie
Stemmeisen. Es kann also vorkommen, daß die zweite Klammer sich nicht
richtig der oberen Kante der ersten einschiebt und daneben rutscht.
Das geschieht, auch wenn der Rahmen beim Einschießen der ersten
Klammer etwas verschoben wird. Um das zu vermeiden, muß man zwei
Dinge beachten. Erstens muß genau aufgepaßt werden, daß der Rahmen
gut blockiert ist und nicht verschoben wird und zweitens muß man
Klammern mit doppeltem Schliff benutzen.
Die Klammern gehen nicht vertikal ins Holz hinein , sondern biegen
sich.
Das kann folgende Gründe haben:
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Zu hartes Holz. Vor allem einige Raminsorten
sind zu hart. Hier sind die Klammern mit doppeltem Schliff zu
empfehlen.
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Zu weicher Stahl. Die Qualität der Klammern muß
in diesem Fall bei dem Lieferant beanstandet werden.
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Holz mit starken Maserungen, die den Gang der
Klammer verschieben können. Das kommt vor allem bei Pinienholz vor.
Man kann wenig dagegen tun, außer nicht zu lange Klammern benutzen
und vermeiden, die Klammern eine über die andere zu schießen, denn
es könnte sogar vorkommen, daß die durch die Holzmaserungen
entstandene Verschiebung die Klammer aus der Leiste heraus schiebt.
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