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Was ist der “Finger Joint” und das Lamellenholz?

Im Rahmensektor haben sich der “Finger Joint” und das Lamellenholz immer stärker durchgesetzt. Schauen wir uns an, warum…

 

Keilzinkenverbindung oder “Finger Joint”

Diese Art der Holzverbindung besteht darin, verschiedene Holzbauteile zu verbinden, um sehr lange Elemente herzustellen und eventuelle Holzdefekte herauszutrennen.

 

Beispiel einer Keilzinkenverbindung

Die Vorteile sind:

• Holzteile mit Knoten, Harzteile oder defekte Stellen werden herausgetrennt.
• Es werden auch Holzteile verwendet, die normalerweise aussortiert werden, wie z.B. sehr kurze Stücke.
• Man erhält regelmässige, 3 Meter lange Leisten, ohne Einschränkungen, die sich von der Grösse des Baumes ergeben würden.
• Die Leisten, die mit dieser Holzverbingung entstehen, sind steif und nicht verzogen, wie dies bei anderen Leisten manchmal der Fall ist.


Die Nachteile sind:

• Die Verbindungsstellen sind bei einigen Oberflächen sichtbar.
• Es könnten Probleme bei der Heftarbeit auftreten, wenn die Klammer in eine Verbindungsstellen gerät. Das betrifft vor allem einige Profile von Kastenleisten.
• Wenn die Verbingung nicht ordnungsgemäß ausgeführt worden ist, könnten sich einige Teile lösen.

Die Methode “finger joint” wird hauptsächlich bei Pinie und Tanne angewandt.

 

Das Lamellenholz

Lamellenholz erhält man, wenn verschiedene Holzteile miteinander geleimt werden.
Aus dem Stamm werden Holzleisten geschnitten, die in der Regel nicht breiter als 20 mm sind, um Verformungen, durch das Einziehen des Holzes, zu vermeiden.
Die Leisten werden dann einer Behandlung untersetzt, die den Feuchtigkeitsgrad stabilisieren muss, dh. der Feuchtigkeitsgrad wird vereinheitlich.
Anschliessend werden sie durch Druck-Warmverklebung miteinander verbunden. Sie werden mit entgegengesetzter Maserung miteinander verbunden, um eine höhere, einheitlichere Kraft des Balkens zu gewährleisten.

Lamellenholz ist also ein Verbindungswerkstoff, der hauptsächlich aus natürlichem Holz besteht und alle Qualitäten des Holzes hat.
Ausserdem ist es ein neues Produktes, das industriell hergestellt, und einem technologischem Druckleimungsprozess ausgesetzt wird, der die Mängel des massiven Holzes vermindert.

Es ist möglich, Holzteile in den gewünschten Formen und Grössen herzustellen, unabhängig von den Massen des Baumes. Auf diese Weise kann man auch Längen von 3 Meter anfertigen.

Lamellenholzstrukturen sind, obwohl sie aus Brennstoff bestehen, feuerbeständig wie oder sogar mehr als Stahlstrukturen. Bei Lamellenholz erfolgt die Verbrennung langsam, weil die oberflächliche, karbonisierte Schicht eine gute Wärmeisolierung ermöglicht.

Die Vor- und Nachteile sind die gleichen wie bei der Keilzinkenverbindung.

Sowohl das “finger joint”- als auch das Lamellenholzsystem werden immer häufiger im Sektor der Bilderleisten verwendet.

 

      

Leisten aus Lamellenholz