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Die Einrahmung Zurück zur vorigen Seite
Eine russische Ikone
Wie man einen eingerahmten Gegenstand zur Geltung bringt. Für diese Ikone haben wir uns vier verschiedene Lösungen einfallen lassen.
Lösung 1 Lösung 2 Lösung 3
Diesmal hat "Der Rahmen des Monats" eine russische Ikone zum Thema. Sie ist aus Messing und enthält miniaturisierte Basrelief-Szenen religiösen Charakters. Die Ikone bildet den zentralen Teil eines ursprünglichen Triptychons. Die zwei seitlichen Teile sind beiderseits durch ein Scharnier verbunden, wodurch die Ikone vertikal auf der Auflagefläche stehen kann. Die Kundin, von der die Ikone zum Einrahmen gebracht wurde, ließ uns die Wahl des Rahmens frei; ihr einziger Wunsch war der, die Ikone maximal zur Geltung zu bringen. Die Kundin fügte noch leise hinzu: "Bitte zeigen Sie sie niemandem, denn sie ist eingeschmuggelt worden". Russische Ikonen dürfen nämlich nach dem Gesetz nicht exportiert werden. "Seien Sie beruhigt, es wird sie niemand sehen", antwortete Alessandra Rinaldin, die Einrahmerin, die mit unserer Zeitschrift zusammenarbeitet. Doch dann konnte Alessandra der Versuchung nicht widerstehen, die Ikone für den Artikel "Der Rahmen des Monats" zu verwenden. Aus einer anschließenden Beratung mit unserem Techniker Gianni Fratton ergaben sich die Ideen, die hier auf den Photos abgebildet sind. Da die Ikone türkisfarben gefirnißte Teile enthält, wurde ein Passepartout in etwa dem gleichen Farbton verwendet: ein ins Hellblaue tendierender Grauton. Sowohl das Passepartout als auch der Hintergrund bestehen aus samtüberzogenen Kartons der Serie Suede von Moorman. Das Passepartout wird durch einen Goldrand bereichert, der das Profil umgibt ("Splendorlux oro" von Fedrigoni). Als Rahmen wurde ein ziemlich klassisches Modell verwendet. Ein warmes, rötliches Gold mit hellblauen Streifen, die an den Farbton der gefirnissten Teile der Ikone erinnern. Da die Ikone ca. 1 cm dick ist, mußte zwischen Passepartout und Glas eine Abstandleiste verwendet werden. Der wichtigste und kreativste Aspekt der Einrahmung ist zweifellos die Form der Passepartout-Öffnung. Es galt, das Profil der Ikone zu betonen und gleichzeitig die Ikone zur Geltung zu bringen. Der Kundin wurden vier Lösungen vorgeschlagen:
Lösung 1 Das Profil besteht aus einer Abfolge von Geraden, die entlang des Profils der Ikone und vor allem entlang des Scharniers an den zwei vertikalen Seiten verlaufen.
Lösung 2 Der obere Teil der Öffnung hat eine leicht byzantinische Form und wurde nach leichtem Vorzeichnen mit dem Bleistift freihändig herausgearbeitet. An den beiden Seiten wurden zwei goldfarbene Dekorationen hinzugefügt.
Lösung 3 Die Kuppel hat das typische Profil der Moskauer Kirchen, um den russischen Ursprung der Ikone zu betonen. Die Form der Kuppel wurde mit einem Schneider für ovale Passepartouts erreicht. Die Kuppel ist nämlich nichts anderes als eine ovale Form, an die anschließend die Spitze mit der Hand angefügt wird.
Lösung 4 Rundkuppelprofil. Zuerst haben wir mit einem Schneider für ovale und runde Passepartouts ein rundes Passepartout geschnitten; anschließend wurde das rechteckige Fenster geschnitten. Von dem runden Passepartout wurde nur die obere Hälfte verwendet, welche die Kuppel bildet. Beiderseits der Kuppel haben wir zwei goldfarbene Verzierungen angebracht
Lösung 4
Sämtliche Alternativen wurden für diesen Artikel photographiert und anschließend der Kundin präsentiert, die sich für die vierte Lösung entschieden hat.
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