Die Einrahmung    Zurück zur vorigen Seite

 

Pergamente und Medaillen

 

Für die Einrahmung von Urkunden  mit  Medaillen, ergeben sich oft einige Schwierigkeiten .Schauen wir uns an, welche und versuchen, diese zu beheben.

 

Die Hauptschwierigkeit ist die Stärke der Medaille, die zwischen Glas und Rahmengrund eingeführt werden muß. Das Problem kann folgendermaßen behoben werden:

• Man setzt eine Distanzleiste zwischen der Diplom-Urkunde, die wir einfachheitshalber "Pergament" nennen werden,  und das Glas ein (Abbildung 1).

 

Abbildung 1

 

• Um das Pergament wird ein Passepartout eingeführt. Die Stärke des Passepartouts gleicht sich mit der Stärke der Medaille aus. (Abbildung 2).

 

Abbildung 2

 

Sollte die Stärke des Passepartouts nicht ausreichend sein, kann er doppelt eingesetzt werden. (Abbildung 3).

 

Abbildung 3

 

• Eine kreativere Lösung wäre das Schneiden einer Aussparung im Passepartout, die die Medaille enthalten würde (Abbildung 4) oder eine Kombination der Medaille mit anderen Objekten. Diese Methode wird im Artikel über die Objekteinrahmung beschrieben.

Die Stärke der Medaille hinterläßt einen Zwischenraum zwischen Glas und Rahmengrund und das verursacht deine Wellung des Pergaments. Um das zu vermeiden, bleibt uns nichts anderes übrig, als das Pergament auf den Rahmengrund zu kleben. Diese Lösung ist nicht immer empfehlenswert und benötigt unbedingt der Zusage des Kunden. Die Alternative besteht darin, das Pergament frei schweben zu lassen. Meistens ist das die ästhetisch schönste Lösung, vor allem wenn es sich um wertvolle Pergamente handelt.

 

Abbildung 4

 

Wo wird die Medaille am besten angebracht? Oben? Rechts? Links? Unten? Nachdem man sich mit dem Kunden abgesprochen hat, werden wir  eine leere Stelle des Pergaments wählen, wo sich keine Beschriftungen oder Dekorationen befinden, und sie dort anbringen.

 

Wie wird die Medaille befestigt?

Man unterscheidet zwischen Medaille mit Band und Medaille ohne Band. Die Medaille ohne Band kann mit Doppelklebestreifen am Pergament befestigt werden. Das ist jedoch keine sehr orthodoxe Lösung, da der Klebestreifen das Pergament im Laufe der Zeit beschädigen könnte. Sie darf also nur mit Zustimmung des Kunden eingesetzt werden und nur dann, wenn der Kunde nicht zuviel ausgeben möchte. Man kann auch Silikon oder einige Klebstofftropfen verwenden. Auch diese Lösungen würden die perfekte Integrität des Pergaments im Laufe der Zeit nicht garantieren.

Eine korrekte Ausführung wäre, die Befestigung der Medaille neben dem Pergament, sodaß es vollkommen sichtbar bleibt und nicht von Klebstoffen beschädigt wird. (Abbildung 5).

 

Abbildung 5

 

Das Band

Sehr oft hängt die Medaille an einem Band. Manchmal wird das Band vom Kunden eingereicht, andernfalls müssen wir es besorgen. Es wäre also empfehlenswert, einige Bänder vorrätig zu halten. Für diese Bänder werden meistens die Farben der Nationalflagge ausgewählt (für Deutschland z. rot, gelb, schwarz). Andere Farben, die üblicherweise eingesetzt werden, sind rot, blau, gold usw. Das Band ist meistens 10 mm breit, d.h. etwas breiter als der Schlitz der Medaille. Es muß nämlich am Schlitz etwas enger werden. Das Band kann auch eine Schleife haben. Die Schleife wird mit  einer Klammer befestigt, die an einer unsichtbaren Stelle angebracht wird. Eine Alternative zur Klammer sind auch einige Tropfen Klebstoff.

Wenn das Band ohne Schleife ist, können verschiedene Lösungen verwandt werden, je nachdem ob der Rahmen mit oder ohne Passepartout angefertigt wird. Wenn wir ohne Passepartout einrahmen, kann das Band oben auf der Rückseite des Rahmenrückens befestigt und dann nach vorne gefaltet werden, wie in Abbildung 6 gezeigt wird. Eine ähnliche Lösung kann auch bei Einsetzung von Passepartouts angewandt werden. Das Band kann hier ebenfalls am Rahmenrücken befestigt  und unter das Passepartout geführt werden (Abbildung 7).

 

Abbildung 6                       Abbildung 7

 

Das Band kann auch an der unteren Seite des Pergaments befestigt werden. In diesem Fall wird es mit einer Stahlklammer  befestigt und nach vorne gefaltet, damit die Klammer unsichtbar bleibt.