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Das Personal

  

  

Kunstexperte

Verspätender Angestellter

Zu casual

Einfache Regeln

Besser ohne Erfahrung?

In der Werkstatt ist er nicht leistungsfähig

Produktivität

Musik, ja oder nein?

  

Kunstexperte - (Seitenanfang)
Ich muß eine Person einstellen für den Kundenverkauf: muß ich jemanden wählen, der eine Kunstausbildung hat?
Es wäre besser, aber nicht unbedingt unerläßlich. Die wichtigsten Eigenschaften für eine für den Verkauf zuständige Person sind leichte Komunikationsfähigkeit, Begeisterung, positives Verhalten dem Nächsten gegenüber und eine möglichst instinktive Sympathieerweckung. Eventuelle Instruktionsmängel können später durch Ausbildung und Erfahrung beseitigt werden.

  

Verspätender Angestellter - (Seitenanfang)
Ein Angestellter kommt ständig zu spät zur Arbeit. Er ist jedoch eine gute Arbeitskraft. Was tun?
Vielleicht ist ihm nicht ganz klar, daß er auf jeden Fall pünktlich sein muß; vermutlich denkt er, daß eine gewisse Elastizität erlaubt ist. Die Angelegenheit muß also unbedingt geklärt werden. Es muß ihm klar sein, daß seine ständige Verspätung anderen Angestellten bestimmt negativ auffällt. Wenn er trotz allem weiter verspätet ankommt, ist eine Kündigung nicht auszuschließen.

  

Zu casual - (Seitenanfang)
Ein Verkäufer meines Geschäftes zieht sich immer sehr casual an. Was tun?
Denn der Stil des Geschäftes eine passende Kleidung erfordert, muß dies dem Verkäufer unbedingt gesagt werden. Das Aussehen der Angestellten, sowie deren Kleidung und Pflege, sind in einem Geschäft sehr wichtig. Gewisse antikonformistische Verhaltungsweisen, die anderswo akzeptiert werden könnten, sind in einem Rahmengeschäft nicht gewünscht. Der Geschäftsinhaber müßte also durch Komplimente, die bestimmt gerne ankommen, eine gewisse Eleganz bei seinen Verkäufern ermutigen. 

  

Einfache Regeln - (Seitenanfang)
Welche Tests sind vor dem Einstellen einer Arbeitskraft für eine Rahmen-Werkstatt ratsam?
Die Grundelemente für einen, der im Rahmensektor arbeiten muß, sind wenige, aber sonderbarerweise wird ihnen nicht genügend Bedeutung beigemessen:
Farbenblindheit. Es ist selbstverständlich, daß derjenige, der mit Rahmen arbeitet, keine Schwierigkeit haben darf, die Farben zu unterscheiden. Fragen Sie den Kandidaten nicht, ob er farbenblind ist: lassen Sie ihn einige Passepartoutmuster sehen und fragen sie ihn nach dem Namen der Farben.
Schweißfeuchte Hände. Wer Rahmen, Passepartouts, usw. bearbeitet, darf absolut keine schweißfeuchten Hände haben, da sie dazu neigen, Abdrücke auf allem, was sie berühren, zu hinterlassen. Es ist nicht erforderlich, den Kandidaten zu fragen, ob er schweißfeuchte Hände hat: es genügt, ihm zur Begrüßung die Hand zu drücken.
Mathematik. Wer im Rahmengeschäft arbeitet, muß eine gewisse Familiarität mit Zahlen haben. Lassen wir ihn als Test die vier Grundoperationen ausführen (nicht mit dem Rechner!) Es ist auch wichtig, daß er keine Schwierigkeit mit den Kommas hat. Kürzlich habe ich entdeckt, daß einer meiner Angestellten, um zwei Meter und sechs Zentimeter zu schreiben, ruhig 2,6 schrieb.
Rauchen. In einem Rahmenlabor muß aus tausend Gründen das Rauchen absolut verboten sein. Es wäre besser, wenn der Kandidat Nichtraucher wäre, so hätte er zumindest keine Versuchung, während der Arbeit zu rauchen. Um eine offenere Antwort zu haben, fragen sie ihn nicht, ob er raucht; fragen sie ihn vielmehr, wieviel Zigaretten er durchschnittlich pro Tag raucht.

  

Besser ohne Erfahrung? - (Seitenanfang)
Ich muß jemanden für die Rahmen-Werkstatt einstellen. Ist es besser, daß er schon Erfahrungen bei anderen Einrahmern gemacht hat?
Persönlich wäre es mir lieber, nicht. Jedes Mal, wenn ich Personal mit vorheriger Erfahrung bei anderen Einrahmern eingestellt habe, habe ich mehr Zeit gebraucht, um sie schlechte Gewohnheiten verlieren zu lassen, als sie ganz neu auszubilden. Man muß auch bedenken, daß eine Person, die schon Erfahrung hat, seine effektiven Fähigkeiten höher einschätzt und sich schlecht anpaßt, alte Gewohnheiten zu ändern.

  

In der Werkstatt ist er nicht leistungsfähig - (Seitenanfang)
Ich habe eine Person eingestellt, die hauptsächlich für den Verkauf vorgesehen war; die ich aber auch für die praktischen Einrahmungsarbeiten einsetzen möchte. Sie ist aber nicht begabt.
Wer gerne Kontakt mit anderen Leuten hat, fühlt sich in einer Werkstatt nicht wohl. Die gleiche Regel gilt auch im umgekehrten Fall: wer lieber in einer Werkstatt arbeitet, fühlt sich unwohl, wenn er mit dem Publikum verhandeln muß. Es ist sehr schwierig, jemanden zu finden, der sich sowohl für das Geschäft als auch für die Werkstatt eignet.

  

Produktivität - (Seitenanfang)
Wie kann ich beurteilen, ob mein Personal viel oder wenig arbeitet? Wieviele Rahmen müßten pro Tag gemacht werden?
Es ist schwierig zu sagen, wieviel Zeit durchschnittlich erforderlich ist, um einen Rahmen herzustellen: das hängt von der Komplexität des Rahmens ab, von den verfügbaren Werkzeugen, usw. Sehr vage kann man 40 Minuten als Durchschnittszeit für das Herstellen eines Rahmens ansehen.
Eine Person müßte innerhalb von acht Arbeitsstunden etwa 12 Rahmen machen.

  

Musik, ja oder nein? - (Seitenanfang)
Das Personal besteht auf einem Radio; ich befürchte aber, daß durch das Radio das Personal von der Arbeit abgelenkt wird. Was tun?
Da es sich vornehmlich um eine Handarbeit handelt, dürfte das Radio das Personal nicht ablenken, im Gegenteil, es könnte dazu beitragen, die Atmosphäre sympathischer zu machen, in der man gern arbeitet.
Es ist aber notwendig, daß nur Musik übertragen wird; wenn auch "gesprochen" wird, könnte das Personal tatsächlich abgelenkt werden, da es mehr Aufmerksamkeit widmet dem, was es hört, als dem, was es macht. Außerdem könnten geräuschvolle Geräte der Werkstatt (Säge, Klammergeräte, Hammer, usw) zum Schweigen gebracht werden, um beim Zuhören nicht durch sie gestört zu werden.
Das Radio ist aber vor allem nützlich im Laden, weil es dazu beiträgt, eine beruhigende und angenehme Umgebung zu schaffen, in der sich der Kunde wohl fühlt. Vor allem, wenn der Kunde in das Geschäft eintritt lediglich, um sich umzuschauen, nimmt ihm die Musik das peinliche Gefühl, sich als einzige Person im Laden zu fühlen. Es muß sich aber um eine leicht, nicht stark tönende Geräuschkulisse handeln. Die Art der Musik hängt vom Stil ab, den man dem Laden gegeben hat: es kann Rock-Musik sein, wenn sich der Laden hauptsächlich an Jugendliche richtet; dagegen ist in allen anderen Fällen eine "Soft"-Musik angebrachter.