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Geschäftsführung
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"Zahlen sie
sofort oder möchten sie eine Anzahlung leisten?"
Warum soviel Verlegenheit,
wenn man um eine Anzahlung bittet? Die Anzahlung löst viele Probleme
und kann dem Kunden nützlich sein.
Viele Einrahmer sind unschlüssig,
wenn Sie eine Anzahlung anfragen müssen. Beim gründlichen
Analysieren des Problems kommt man jedoch nur auf eine Schlußfolgerung:
eine Anzahlung bringt für den Einrahmer erhebliche Vorteile mitsich
und hat für den Kunden absolut keine Gegenanzeigen. Warum also
verlegen sein? Das Problem liegt nicht beim Kunden, der sich in den
meisten Fällen anpaßt, sondern in den Befürchtungen des Einrahmers.
Geld verlangen, für eine Arbeit, die noch nicht ausgeführt worden
ist, erzeugt Verlegenheit und man fühlt sich wider besseres Wissen;
der Einrahmer befürchtet, daß der Kunde eine defensive Einstellung
zu ihm einnimmt und ihm "nicht mehr vertraut".
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Vorteile der Anzahlung
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Mehr Bargeld
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Eines der häufigsten Probleme von
kleinen Handwerkerfirmen oder Einzehandelsgeschäfte ist die Möglichkeit,
ständig Bargeld zur Verfügung zu haben. Eine Anzahlung trägt dazu
bei, unsere Bargeldquelle zu nähren.
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Schluß mit "vergessenen"
Bildern
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Gegen Zerstreutheit und Gedächtnisschwäche
macht eine Anzahlung Wunder. Der Kunde, der schon ein Teil
vorausgezahlt hat, wird nicht leicht "vergessen", das Bild
abzuholen.
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Garantie gegen Beanstandungen
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Ein weiteres Problem, womit sich der
Einrahmer oft auseinandersetzen muß, sind eventuelle Beanstandungen.
Der Kunde holt sein Bild ab und behauptet, daß die Farbe des
Passepartouts nicht genau die sei, die er haben wollte, der Rahmen
nicht defektlos sei und das Endresultat nicht seinen Wünschen
entsprechen würde. Die Einwendungen des Einrahmers tragen nur dazu
bei, daß der unzufriedene Kunde folgendermaßen reagiert: "Entweder
ersetzen Sie den Rahmen oder Sie können alles behalten." Wenn
der Kunde vorab eine Anzahlung geleistet hat, wird er kein Interesse
haben, drastische Einstellungen anzunehmen und höhere Bereitschaft
zum Kompromiß zeigen.
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Seitens des Kunden
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Auch für den Kunden kann sich die Anzahlung als gute Angewohnheit
aufweisen. Ab Auftragserteilung bis zum Zeitpunkt der Abholung der
fertigen Arbeit vergehen ca. 10 Tage. Wenn er eine Anzahlung geleistet
hat und bei Abholung den Rest bezahlt, wird er die Bezahlung in zwei
kleinen Teilzahlungen durchgeführt haben. Letztlich wird er das Gefühl
haben, weniger ausgegeben zu haben und eine gute Einstellung zu Ihnen
einnehmen. Die Anzahlung trägt auch dazu bei, daß der Kunde, das
Versprechen wiederzukommen einhält. Für den vergeßlichen Menschen,
wird die geleistete Anzahlung ein "Knoten am Taschentuch"
sein. Sie werden sogar feststellen, daß einige die Last der Bezahlung
sofort hinter sich haben möchten und sich sogar anbieten, Vorauskasse
zu leisten und dann das fertige Bild wie ein Geschenk abholen.
Wie wird eine Anzahlung
erbeten? -
(Seitenanfang)
Normalerweise akzeptiert der Kunde ohne Beanstandungen, eine Anzahlung
zu leisten. Um Überraschungsreaktionen zu vermeiden, raten wir jedoch,
im Laden ein entsprechendes Schild aufzustellen, höflich und diskret
in der Formulierung aber möglichst nah am Kunden. Optimal ein Schild
neben der Kasse, mit folgender Botschaft: "Es wird eine Anzahlung
von 50 % erbeten". Die Mitteilung klingt höflich und präzise
und gibt keinem Irrtum Raum über den erbetenen Betrag. Wenn der Kunde
das Schild gesehen hat, brauchen Sie nichts mehr zu erklären. Wenn er
es übersehen hat, zeigen Sie darauf und fragen Sie anmutigend: "Zahlen
Sie sofort oder möchten Sie eine Anzahlung leisten?" Der Kunde
wird vor zwei Alternativen gestellt und darf wählen, obwohl beide von
Ihnen vorgeschlagen worden sind.
Die Einwendungen des
Kunden -
(Seitenanfang)
Wenn Sie unsere Anweisungen befolgt haben, werden Sie selten auf
Einwendungen zustoßen. Trotz der Schilder und höflichen Anfragen,
wird es allerdings auch Kunden geben, die sich einfach weigern, eine
Anzahlung zu leisten. Das kann der Stammkunde sein oder der alte
Freund. In diesem Fall besteht das Problem gar nicht: bei
Vertrauensverhältnis erübrigt sich die Anfrage einer Anzahlung. Eine
mögliche Einwendung des Kunden könnte die sein, daß wir sein Bild
als Pfand behalten. Bei wertvollen Bildern ist das berechtigt. Man
kann dem Kunden aber erklären, daß rechtlich das Bild auch nach
Jahren sein Eigentum bleibt. Aufnotierte Bedingungen wie z. B.
"Bei Nichtabholung innerhalb von sechs Monaten, wird das Bild
Eigentum des Ladens werden" sind sinnlos. Erstens ist das nicht
die Wahrheit und zweitens würden Sie mit diesen drohenden Bedingungen
den Kunden nur verärgern. In diesem Sinne ist folgender Satz
nutzbringender: "Wir bitten Sie, das Bild innerhalb des
angegebenen Termins abzuholen."
Ein schwieriger Fall ist der, des Kunden, der behauptet: "Es tut
mir leid, aber ich habe kein Bargeld bei mir". Wenn Sie
Bezahlungen mit Kreditkarte annehmen können, können Sie die
Gelegenheit beim Schopf packen und erwidern: "Sie können gerne
mit Kreditkarte oder Scheck bezahlen" und "Vielleicht lohnt
es sich für Sie in diesem Fall den Gesamtbetrag zu bezahlen".
Wenn Sie jedoch nur Bargeld annehmen können, haben Sie zwei Möglichkeiten:
wenn der Preis nicht zu hoch liegt, können Sie riskieren und auf die
Anzahlung verzichten. Wenn es sich um eine beträchtliche Summe
handelt, können Sie folgendes Vorschlagen: "ich akzeptiere Ihren
Auftrag und fange mit der Ausführung an, würden Sie dann bitte
morgen vorbeikommen und die Anzahlung leisten?"
Wie hoch muß die
Anzahlung sein und wie wird sie ausgerechnet?
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(Seitenanfang)
Eine passende Anzahlung geht von 30% bis 50%. Man müßte eine gewisse
Begabung mit dem Ausrechnen von Prozentsätzen haben, damit wir sofort
wissen, wie hoch der Betrag ist, den wir annehmen müssen. Man braucht
aber nicht zu fiskal zu sein. Wenn die Einrahmungskosten z. B. 50 Mark
betragen, spielt es keine Rolle, wenn der Kunde 15 oder 20 Mark
anzahlt, die 30 % und 40 % des Gesamtbetrages ausmachen. Auch in
diesem Fall kann man dem Kunden eine gewisse Entscheidungsspanne
lassen, damit er eine gewisse Wahlfreiheit hat.
Was die Quittung betrifft, wäre es angebracht, geeignete
Quittungformulare bereit zu haben. Sie erstellen dann einen
Kassenzettel mit der geleisteten Anzahlung und heften es an die Kopie
des Auftragsblattes, die im Geschäft bleibt. Der Kunde wird die
andere Kopie mitnehmen, die die erfolgte Anzahlung quittiert. Bei der
Übergabe des Bildes erhält der Kunde nach der erfolgten Abrechnung
den zweiten Kassenzettel.
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