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Geschäftsführung
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Die Großkunden
Banken,
Krankenhäuser, Hotels, öffentliche Einrichtungen: auch sie brauchen Bilder und
Rahmen. Hier handelt es sich jedoch um besondere Kunden, um die man
werben und mit denen man vor allem geschickt verhandeln muß.
Nicht nur Privatleute kaufen Bilder
und Poster und lassen sie einrahmen. Auch Firmen, Büros, öffentliche
Einrichtungen, Hotels, Restaurants, Banken und Krankenhäuser haben Wände,
die dekoriert werden müssen.
Wie gewinnt man diesen Markt? Das ist nicht leicht. Der Markt der Großunternehmen
kommt nicht spontan in Ihr Geschäft. Und er läßt sich nicht leicht
gewinnen. Bei der Werbung um diese Kunden muß man hartnäckig sein
und gewisse Vorgehensweisen beachten. Hier sind einige Tips:
Seien Sie konkurrenzfähig
Dies ist nicht nur eine Regel, sondern vielmehr eine Voraussetzung.
Wenn Ihre Konkurrenz für hundert Bilderrahmen eines gewissen Typs 20
DM pro Rahmen verlangt, dann sind Sie nicht konkurrenzfähig, wenn Sie
die Rahmen für 25 DM anbieten. Wenn andererseits Ihre Kosten es Ihnen
nicht ermöglichen, bei Serienproduktionen konkurrenzfähig zu sein,
dann bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als auf das Vorhaben, Großkunden
nachzulaufen, zu verzichten.
Die Kundensuche
Wie findet man Großkunden? Es gibt einige "Tricks". Halten
Sie sich in Zeitung und Fernsehen im lokalen Wirtschaftsteil auf dem
laufenden und finden Sie dabei heraus, wo Büros gebaut oder
umstrukturiert werden, wo Personal eingestellt wird, wo neue Geschäftsstellen
gesucht werden. Nehmen Sie mit Architektenbüros und Bauunternehmen
Kontakt auf, denn sie sind wertvolle Informationsquellen, was die
laufenden Bauprojekte betrifft. Wenden Sie sich vor der Hochsaison an
Hotels: diese planen wahrscheinlich eine neue Dekoration der
Hotelzimmer. Die Teilnahme am sozialen und politischen Leben ist für
gewisse Kontakte sehr nützlich. Wenn Sie Mitglied eines Kultur-, Künstler-,
Sport- oder Wohltätigkeitsvereins Ihrer Stadt sind, dann kommen Sie
mit wichtigen Personen leichter in Kontakt. Einer der einfachsten
“Tricks” ist natürlich das Nachschlagen im Branchenverzeichnis:
dort finden Sie z. B. unter der Position “Banken” sämtliche
Banken Ihrer Stadt.
Die Kontaktaufnahme
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Stellen Sie eine Liste der potentiellen Kunden zusammen und bereiten
Sie ein personalisiertes Rundschreiben vor. Dieses Schreiben muß kurz,
aber informativ sein: Sie stellen nur Ihre Firma vor und geben
Auskunft über die Leistungen, die Sie anbieten. Die erste
Kontaktaufnahme kann auch telefonisch erfolgen. Ein Telefongespräch
ist direkter; es kann jedoch sein, daß Ihr Anruf zu einem ungelegenen
Zeitpunkt eintrifft und auf den Gesprächspartner störend wirkt. Ein
Brief ist weniger aufdringlich als ein Anruf und läßt der
betreffenden Person genug Zeit, um den Inhalt zu lesen und das Angebot
zu überdenken; hier besteht jedoch die Gefahr, daß der Brief
weggeworfen wird oder in falsche Hände gelangt. Sie könnten auch
einen Mittelweg wählen: rufen Sie an, um herauszufinden, wer hier
zuständig ist; danach senden Sie an diese Person Ihr
Vorstellungsschreiben, in dem Sie für die nächsten Tage einen Anruf
ankündigen. Versuchen Sie dann bei diesem Anruf, einen Termin zu
vereinbaren: weisen Sie darauf hin, daß dieser Termin nur dazu dient,
um die von Ihnen angebotenen Leistungen unverbindlich vorzustellen.
Finden Sie die Bedürfnisse
des Kunden heraus
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Wenn es Ihnen gelungen ist, einen
Termin bei einer Firma zu bekommen, dann haben Sie schon viel erreicht. Ihr
Gesprächspartner könnte sofort an Ihren Leistungen interessiert sein oder erst
auf längere Sicht. Wenn Sie jedoch einen guten Eindruck hinterlassen, dann ist
es sehr gut möglich, daß man früher oder später wieder auf Sie zurückkommt. Bei
diesem ersten Gespräch sollten Sie versuchen, so viele Informationen wie möglich
zusammenzutragen: wieviel kann der potentielle Kunde ausgeben; welchen Raum
möchte er dekorieren; wie und warum möchte er ihn dekorieren. Wenn es sich um
Büros für die Angestellten handelt, dann wird die Wahl wahrscheinlich auf Poster
fallen. Für das Büro des Präsidenten und der Führungskräfte der Firma hingegen,
sowie für die Empfangszimmer, könnten Graphiken oder Kunstgemälde erforderlich
sein.
Zeigen Sie sich von Ihrer
professionellen Seite
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Erscheinen Sie zum verabredeten Gespräch nicht ohne Dokumentation.
Bringen Sie Kataloge, Muster und Preislisten mit. Sehr nützlich sind
bei solchen Gelegenheiten auch Photos von Arbeiten, die Sie ausgeführt
haben und die für Ihren Kunden interessant sein könnten. Halten Sie
stets ein Album mit den Photos der wichtigsten Arbeiten bereit, die
Ihre Fähigkeiten herausstellen. Wenn man einen Großkunden gewinnen
will, dann ist es sehr wichtig, zu zeigen, daß Sie die angebotenen
Arbeiten bereits für andere Großunternehmen realisiert haben: dies
ist wahrscheinlich das stichhaltigste Argument. Ein naheliegender Rat
für alle, die noch keine Erfahrung mit Großfirmen haben: fangen Sie
bei kleinen Firmen an, um Erfahrung zu sammeln und um dann “im großen”
Fehler zu vermeiden.
Bieten Sie
Dienstleistungen an
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Zum Verkauf von Bildern und Rahmen an eine Firma gehört noch viel
mehr als nur konkurrenzfähige Preise. Sie müssen auch Ihre Beratung
und Erfahrung anbieten. Oft versteht die zuständige Person, mit der
Sie sprechen, einige Aspekte des zu lösenden Problems nicht: sie weiß
z. B. nicht, wieviele Bilder an eine Wand gehängt werden sollen oder
wie man die Bilder am besten anordnet. Ihr diesbezüglicher Rat wird
sicher geschätzt. Sie können dem Kunden anbieten, daß Sie die
Bilder selbst anliefern und installieren; garantieren Sie außerdem
den Kundendienst, falls ein Rahmen beschädigt werden sollte. Das
alles sollte natürlich im Preis enthalten sein.
Der erste
Großauftrag
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Nehmen wir jetzt an, daß Sie erfolgreich waren und den ersten größeren
Auftrag von einem Großunternehmen erhalten. Klopfen Sie sich auf die
Schulter und seien Sie stolz auf sich. Jetzt müssen Sie sich jedoch
mit anderen Problemen auseinandersetzen: wie erledigen Sie die
Bestellung am besten und, vor allem, wie können Sie aus dieser Arbeit
einen Gewinn erzielen. Auch in diesem Fall möchten wir auf einige
goldene Regeln hinweisen:
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Vorsicht bei den Zahlungen
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Wenn Sie, um den Auftrag zu bekommen,
eine zu großzügige Zahlungsfrist gewährt haben, dann können Sie
jetzt immer noch auf den Auftrag verzichten. Firmen und öffentliche
Einrichtungen zahlen im allgemeinen nicht bar: ihre Zahlungsfristen
betragen oft mehr als 90 Tage.
Einige öffentliche Einrichtungen sind nicht einmal in der Lage, den
Zahlungstermin genau anzugeben, denn dies hängt von den verfügbaren
Mitteln und von den erforderlichen Genehmigungen ab. Für den
Einrahmer ist es sehr riskant, zu lange Zahlungsfristen zu gewähren.
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Es muß eine angemessene
Werkstattausrüstung vorhanden sein
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Sie können keinen Auftrag über 200
Bilderrahmen entgegennehmen, wenn Ihre Ausrüstung für
Serienarbeiten nicht geeignet ist.
Für Serienproduktionen brauchen Sie mindestens folgende Maschinen:
eine Säge mit Doppelsägeblatt, eine Rahmenheftmaschine, einen
professionellen Passepartout-Schneider, einen Kartonschneider. Natürlich
benötigen Sie außerdem genügend Platz, um große Mengen von
Bilderrahmen zu lagern.
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Ihre anderen Arbeiten dürfen nicht
darunter leiden
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Teilen Sie Ihre Kräfte ein und wägen
Sie sorgfältig ab, was sich zu tun lohnt.
Wenn Sie aufgrund eines Großauftrages gezwungen sind, Ihre
Stammkundschaft zu vernachlässigen und zu lange warten zu lassen,
dann besteht das Risiko, daß Sie Ihre besten Kunden verlieren.
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Sie müssen genügend Personal
haben
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Ist dies nicht der Fall, sollten Sie
dafür sorgen, indem Sie Personal für begrenzte Zeit oder Part-time
einstellen. Doch es ist nicht leicht, Personal einzustellen, und es
ist unmöglich, das Personal in wenigen Stunden einzuarbeiten. Und
was passiert, wenn in der Folgezeit das Arbeitspensum wieder geringer
wird? Diese Probleme sollten Sie sorgfältig bedenken.
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Analysieren Sie Ihre
Bearbeitungsverfahren
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Großaufträge werden in Serien
bearbeitet und nicht Stück für Stück. Analysieren Sie alle
Bearbeitungsphasen und untersuchen Sie, wo Sie die Arbeitszeiten
reduzieren können. Wissen Sie, wieviel Zeit Sie brauchen, um einen,
10 oder 100 Rahmen zu schneiden? Wird der Schneidvorgang so ausgeführt,
daß der Abfall auf ein Minimum reduziert wird? Notieren Sie die
Arbeitszeiten jeder Bearbeitungsphase. Diese brauchen Sie auch zur
besseren Berechnung der Kosten der nächsten Großaufträge. Zur
Optimierung der Arbeitsverfahren kann eine Umstrukturierung der
Werkstatt oder die Beschaffung von neuen Ausrüstungen erforderlich
sein.
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Analysieren Sie genau die Kosten
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Stellen Sie genaue Berechnungen an und
stellen Sie sicher, daß der mit dem Kunden vereinbarte Preis noch
Spielraum für einen Gewinn läßt. Halten Sie Materialkosten,
Arbeitszeiten und Lohnkosten unter Kontrolle. Das Material sollten
Sie im Großhandel zu einem möglichst niedrigen Preis kaufen. Großaufträge
haben eine sehr begrenzte Gewinnspanne. Ein kleiner Rechenfehler kann
statt einem Gewinn einen Verlust zur Folge haben.
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